Die Weltgeschichte für alle - vom Urknall zum Feuerball

Prof. Dr. Gerhard Picot


Die Geschichte des Universums und der Menschheit vom Anbeginn bis zur heutigen Welt in Unordnung

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„Wir haben gelernt, wie die Vögel zu fliegen und wie die Fische zu schwimmen. Aber wir haben die einfache Kunst nicht erlernt, als Brüder zu leben.“


Martin Luther King jr.

Herzlich Willkommen zur „Universalgeschichte“


Liebe Leserin, lieber Leser,

sicherlich halten auch Sie es für ambitioniert, vielleicht sogar für anmaßend, unsere „Universalgeschichte“, d.h. unsere Geschichte seit der Entstehung des Universums vor 13,8 Milliarden Jahren, der Formung unseres Sonnensystems und der Erde vor 4,6 Milliarden Jahren sowie dem Entstehen des modernen Menschen „Homo sapiens“ seit 160.000 Jahren bis zum heutigen Tage in einem einzigen Handbuch darstellen zu wollen. Allerdings werden wir täglich in den Medien und Publikationen von aktuellen Nachrichten und historischen Rückblicken bis in die Urgeschichte geradezu überflutet. Vielfach ist es nicht einfach, die Geschehnisse in ihrer Tiefe zu verstehen und die einzelnen Informationen in das komplexe Mosaik der Zeitabläufe einzuordnen. Geradezu euphorisch und in freudiger Erwartung hat die Menschheit auf den 7 Kontinenten Antarktika, Nordamerika, Südamerika, West- und Osteuropa, Asien, Afrika und Australien am 01.01.2001 mit riesigen Feuerwerken den Beginn des 3. Millenniums gefeiert. Dabei haben wir nicht geahnt, dass sich die Welt schon rasch in einen an so vielen Orten brennenden Feuerball verwandeln würde, wie ihn die Welt noch nie zuvor erlebt hat. Die Faszination der Geschichte als Grundlage unserer gesamten Bildung und Erfahrung sowie die jüngsten dramatischen Ereignisse haben mich deshalb dazu inspiriert, die vollständige Geschichte vom Urknall bis heute in ihrer chronologischen Entwicklung und mit den Brennpunkten der aktuellen Weltpolitik in einem Buch aufzuschreiben.

 

Seit dem letzten Jahrhundert haben die explodierende Weltbevölkerung, die rasante technologische Entwicklung sowie die damit einhergehende weltweite digitale Ver-netzung die Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt mehr verändert, als in den 160.000 Jahren zuvor, – so sehr, dass manche Geologen bereits das „Menschenzeitalter“, das sog. Anthropozän, einläuten. Nach unzähligen kriegerischen Auseinandersetzungen seit dem Beginn der Menschheitsgeschichte haben wir Deutsche in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit fast allen unseren Nachbarn auf dem kleinen europäischen Kontinent Kriege geführt. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges und erst recht nach dem Fall der Berliner Mauer am 09.11.1989 hatten wir dann das unverschämte Glück, während eines Vierteljahrhunderts das Ende der Spannungen zwischen den USA und der Sowjetunion sowie ein weitgehend friedvolles Miteinander der Völker erleben zu dürfen.

Nun blicken wir aber seit der russischen Annexion der Krim und der Ost-Ukraine am 27.02.2014 wieder in die Abgründe eines neuen Kalten Krieges und das gemeinsame Interesse der Großmächte reicht gerade noch so weit, die direkte heiße Konfrontation mit einer Eskalation in Richtung Weltende tunlichst zu vermeiden. Das „Konfliktbarometer“ des renommierten Institutes für Internationale Konfliktforschung hat in dem „blutigen Jahr“ 2015 weltweit insgesamt 409 politische Konflikte gezählt, von denen 223 mit Waffengewalt ausgetragen wurden bzw. werden; 43 Konflikte wurden als „hoch gewaltsam“ eingestuft, und zwar 24 als „begrenzte“ Kriege und 19 als „unbegrenzte“ („richtige“) Kriege, von denen immer mehr Länder betroffen sind.

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Die Welt in Aufruhr und Unordnung


Die Welt ist in Aufruhr und Unordnung wie niemals zuvor: Der Westen ist im Orient gescheitert und es gibt offene politische und religiöse Feindschaften, wie z.B. diejenige des sunnitischen Saudi-Arabien gegen den schiitischen Iran in Syrien, des Iran und Palästinas gegen Israel oder diejenige Nordkoreas gegen die USA und Südkorea. Zum ersten Mal in der Geschichte geschehen in vielen Teilen der Welt gleichzeitig gravierende Umwälzungen, Terrorakte und Völkerwanderungen, bei denen es keine gemeinsamen Charakteristiken und daher auch keine einheitlichen Problemlösungen gibt. Der große Traum von einer globalen Weltordnung nach universalen Prinzipien und Werten, die sich der Westen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und den Blockkonfrontationen erhofft hatte, ist leider ausgeträumt. Auch der frühere amerikanische Außenminister Henry Kissinger (*1923) meint, dass die „Welt in Unordnung“ geraten ist. Gemäß der treffenden Formulierung des deutsch-französischen Journalisten Peter Scholl-Latour (*1924; †2014) ist „die Welt aus den Fugen“, – archaischer, anarchischer, chaotischer und brutaler als je zuvor; alles ist heute schwieriger und komplexer. Und selbst innerhalb Deutschlands sinken Anstand, Toleranz und gegenseitige Rücksichtnahme unter den Mitbürgern mit der Tendenz zur Entkulturalisierung.

– Und niemand hat ein wirksames Rezept zur Herstellung einer Ordnung.

Vom Anbeginn der Menschheit – und heute in besonderem Maße – haben von Machtmenschen verursachte Kriege immer wieder unermessliches Leid und Sterben über die Menschen gebracht. Für alle vernünftig und humanistisch Denkenden ist dies erschütternd, unerträglich und inakzeptabel. Obwohl die Würde des Menschen gemäß Artikel 1 unseres Grundgesetzes als Grundrecht unantastbar ist, sind wir Menschen nicht bereit, willens oder fähig, aus den bitteren Erfahrungen der wechselvollen Geschichte die notwendigen Folgerungen herzuleiten. Vielleicht hatte ja Mahatma Gandhi (*1869; †1948) Recht, als er gesagt hat: „Die Geschichte lehrt den Menschen, dass die Geschichte den Menschen nichts lehrt.“ Bereits der Renaissance-Philosoph Giovanni (Johannes) Pico (*1463; †1494) – ein Urahne – hat in seiner Rede „Über die Würde des Menschen“ den respektvollen und toleranten Umgang mit allen Religionen und Philosophien gefordert und gefragt, warum der Mensch das glücklichste und aller Bewunderung würdigste Lebewesen sein soll.

Daher wird am Ende dieses Buches die Frage zu beantworten sein, ob der Mensch wirklich – wie es im 1. Buch Moses der Bibel heißt und wie es auch der Philosoph Aristoteles (*384 v. Chr.; †322 v. Chr.) gemeint hat – die „Krone der Schöpfung“ darstellt.

Weiterlesen>> Die „Universalgeschichte“ auch als Nachschlagewerk

Die „Universalgeschichte“ auch als Nachschlagewerk


Diese „Universalgeschichte“ habe ich – auch als Nachschlagewerk – für alle Schüler, Studierende und Erwachsene geschrieben, die sich einen leicht zugänglichen Ein- und Überblick in und über die spannende Geschichte des Universums, der Welt und der Menschheit sowie die aktuellen Themen und Herausforderungen unserer Zeit verschaffen möchten. Wie mir Experten bestätigen, ist dies angesichts der kaum überschaubaren weltgeschichtlichen Detail-Literatur recht einzigartig. Um die Übersichtlichkeit zu erleichtern, habe ich diesem Buch auf den folgenden Seiten eine Inhaltsübersicht über die zeitlichen Geschehnisse vorangestellt, die am Ende des Buches durch ein detailliertes Inhaltsverzeichnis mit Kalendarium und durch ein umfangreiches Stichwortregister komplettiert wird; zahlreiche Verweise im Text schaffen die gedanklichen Verknüpfungen.

Als Quellen habe ich alle mir zur Verfügung stehenden Publikationen und Medien von „Bibel“ bis „Wikipedia“ verwendet; aus Platzgründen habe ich freilich nur die wichtigsten Fundstellen nennen können und bitte deshalb vorsorglich darum, bei nicht benannten Zitaten keine Plagiats-Vorwürfe gegen mich zu erheben. Zur weiteren Vertiefung empfehle ich die großen Geschichtswerke, wie z.B. die 4-bändige „Geschichte des Westens“ von Heinrich August Winkler, die „Deusche Geschichte in 100 Objekten“ von Hermann Schäfer, „Die Macht der Geographie – Wie sich die Weltpolitik anhand von 10 Karten erklären läßt“ von Tim Marshall und die (buchstäblich) gewichtige „Complete History of the World“ von Richard Overy, sowie die von mir ausdrücklich zitierten Werke.

Nun wünsche ich Ihnen und Euch genauso viel Spaß und Erhellung bei der Lektüre, wie mir das Schreiben bereitet hat. Schon jetzt freue ich mich auf alle Kommentare und Anregungen an meine Email-Adresse: „gerhard@picot.de“; meine sonstigen Daten finden sich unter „www.picot.de“.

Besten Dank und Gruß

Gerhard Picot

P.S.

Das Buch erscheint voraussichtlich zum Ende des Jahres 2016.

Unverbindliche Vormerkungen richten Sie gern schon jetzt an: gerhard@picot.de.

Inhaltsübersicht


Grusswort
  1. Unsere Welt im großen Universum (seit 13,82 Mrd. Jahren)
  2. Die Entstehung der Erde im Zeitalter des sichtbaren Lebens (seit 541 Mio. Jahren)
  3. Die Entstehung der Menschheit von Altsteinzeit bis Eisenzeit (vor 2,5 Mio. Jahren – 700 v. Chr.)
  4. Die frühen Hochkulturen (7000 – 200 v. Chr)
  5. Die Entstehung der vier großen Weltreligionen (7000 v. Chr. – 632)
  6. Das griechische Altertum und das antike Griechenland (1300 – 146 v. Chr.)
  7. Das Persische Großreich als erstes Weltreich der Geschichte (728 – 280 v. Chr.)
  8. Die Entstehung der Kelten (Gallier), Germanen und Römer aus einem gemeinsamen „Grundvolk“
  9. Das Römische Reich (1200 v. Chr. – 476)
  10. Das Reich der Seleukiden und der Parther als Rivalen Roms (250 v. Chr. – 600)
  11. Das Reich der neupersischen Sassaniden als tödlicher Gegner Roms (224 – 651)
  12. Der Zerfall des Römischen Reich in 3 politische Gebilde (400 – 800)
  13. Das Mittelalter: Das Ende der Antike und der Beginn der Neuzeit im Früh-, Hoch- und Spätmittelalter (500 – 1500)
  14. Das 16. Jh.: Renaissance, Reformation, Buchdruck, Ende des Mittealters in Europa (1501 – 1600)
  15. Das 17. Jh.: Kriegskatastrophen, Ende der mittelalterlichen Feudalordnung, Nationalstaaten, deutsche Kleinstaaterei, Türken vor Wien, Aufklärung (1601 – 1700)
  1. Das 18. Jh.: Aufklärung, Moderne in Europa, Französische Revolution und Machtergreifung Napoleons (1701 – 1800)
  2. Das 19. Jh.: Das Ende des Zeitalters der Revolutionen, das Zeitalter des Kapitals und des Imperialismus (1801 – 1862)
  3. Der Aufstieg und Niedergang des preußisch-deutschen Kaiserreiches (1862 – 1914)
  4. Der Erste Weltkrieg (1914 – 1918)
  5. Die Weimarer Republik – Deutschlands erste Demokratie (1918 – 1933)
  6. Das Dritte Reich, nationalsozialistische Diktatur und Zweiter Weltkrieg (1933 – 1945)
  7. Japan und der Krieg in Asien und im Pazifik (1929 – 1951)
  8. Die Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg bis zum Fall der Berliner Mauer (08.05.1945 – 09.11.1989)
  9. Der Fall der Berliner Mauer und die glückliche Zeit bis 27.02.2014 (09.11.1989)
  10. Die ersten 16 Jahre des 3. Jahrtausend (01.01.2001 – 31.12.2016)
  11. Die aktuellen Herausforderungen der Zukunft (ab 01.01.2017)
  12. Der aktuelle Wettstreit der Systeme: Die Welt als Feuerball und die Bedrohung des Weltfriedens
  13. Der islamistische Terror aus dem Nahen Osten, insbesondere aus Syrien und Irak
  14. Die Flüchtlingskrisen und der Beginn der großen Völkerwanderungen des 21. Jahrhunderts
  15. Der Mensch als Krone der Schöpfung
  16. Inhaltsverzeichnis mit Kalendarium
  17. Stichwortregister

Herausgeber und Verfasser


Prof. Dr. Gerhard Picot

Prof. Dr. Gerhard Picot ist Senior-Partner der PICOT Rechts­anwalts­kanzlei. Seine Freizeit widmet er vor allem seinem Hobby: der Welt- und Rechtsgeschichte. Mit seinem ju­ris­tischen und di­plo­ma­ti­schen Geschick hat er eine Vielzahl von Gesellschaften erfolgreich wirtschafts­rechtlich betreut, insbesondere auch bei nationalen und internationalen Unternehmenskäufen und -verkäufen, Zusammenschlüssen, Börsengängen (IPOs), Kooperationen und Restrukturierungen. Dabei versteht er seine Mandate als „ganzheitliche wirtschaftliche Beratung“, die über die rein juristische Begleitung der Unternehmen hinausgeht. Eine Expertenjury der WirtschaftsWoche hat ihn deshalb als Top-Anwalt im Fachgebiet Mergers & Acquisitions - Fusionen und Übernahmen und einen der renommiertesten M&A-Berater für Familien- und Mittelstandsunternehmen in Deutschland ausgezeichnet. Ferner hat das Handelsblatt ihn im Rahmen des Rankings „Deutschlands beste Anwälte 2015“ zu einem der besten M&A-Anwälte gekürt.

Nach seiner rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung und einem Grundlagenstudium der Volks- und Betriebswirtschaft sowie des Steuerrechts war Prof. Picot zunächst wissenschaftlicher Assistent an der Universität zu Köln. Seit 1979 war er bis zur Gründung der Anwaltskanzlei PICOT im Jahre 2004 Partner der internationalen Anwaltssozietät Freshfields, bei der er in der Zeit von 1989 bis 1996 als Managing Partner auch den Bereich IT/Finance führte. Zugleich war und ist er Vorsitzender bzw. Mitglied zahlreicher Aufsichtsräte und Beiräte. Parallel zu seiner anwaltlichen Tätigkeit war Prof. Picot von 1998 bis 2003 Honorarprofessor am Institute for Mergers & Acquisitions der Privaten Universität Witten-Herdecke und von 2004 bis 2009 Inhaber der Professur für Wirtschaftsrecht, insbesondere M&A, an der an der European Business School International University Schloss Reichartshausen.

Prof. Picot ist Herausgeber und Autor einer Vielzahl wirtschaftsrechtlicher und wirtschafts-wissenschaftlicher Publikationen, insbesondere zu den Themenbereichen der Mergers & Acquisitions sowie der Familien- und Mittelstandsunternehmen. Am bekanntesten sind seine Standardwerke „Handbuch Mergers & Acquisitions“ (Schaeffer-Poeschel, 5. Auflage 2012) und „Unternehmenskauf und Restrukturierung“ (C.H. Beck, 4. Auflage 2013).